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Menschenhandel ist ein strafrechtliches Vergehen, das Europa nach wie vor in ein stark negatives Licht rückt, gehen doch verschiedenste europäische Staaten als Herkunfts-, Transit- und / oder Zielländer hervor. Gemäß EU-Daten wurden in Europa zwischen 2013 und 2014 fast 16.000 Opfer von Menschenhandel registriert, 64% davon waren weibliche Opfer sexueller Ausbeutung.

Tolerant wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) finanziert. Das Projekt zielt darauf ab, die Integration von Frauen und Mädchen aus Drittstaaten, die Opfer von Menschenhandel auf Basis sexueller Ausbeutung sind, zu verbessern. Der Schwerpunkt der Projektarbeit liegt auf der Integration der Frauen in den Arbeitsmarkt, sowohl in diversen Zielländern als auch innerhalb der EU. Die Beschäftigung als wichtigster Faktor in diesem Integrationsprozess soll es Frauen langfristig ermöglichen, finanziell unabhängig und autark zu werden. Tolerant ergänzt hier frühere Initiativen, die sich entweder auf die Grundbedürfnisse der Opfer (Unterbringung, Aufenthaltserlaubnis, psychologische und soziale Unterstützung) konzentrierten oder auf die Unterstützung bei Verfahren vor nationalen Behörden, etwa durch die Bereitstellung von Prozesskostenhilfe.

Die Beschäftigungsintegration betroffener Frauen soll über den Aufbau eines länderübergreifenden Kooperationsnetzwerks und in der Folge durch die Bereitstellung integrierter und geschlechtsspezifischer Unterstützungsdienste vorangetrieben werden.  Auf der einen Seite bedarf es hierfür der Sensibilisierung von ArbeitgeberInnen, PersonalvermittlerInnen, Interessengruppen und politischen Entscheidungsträgern (für die Bedeutung des verbesserten Zugangs zum Arbeitsmarkt). Auf der anderen Seite zielt Tolerant darauf ab, die Unabhängigkeit, Sicherheit und Menschenwürde betroffener Frauen erfolgreich zu gewährleisten.